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Tour: Outside Festival

 

Interpret / Band:  Instant Karma

Location:  Peissnitzinsel, Halle/Saale

Datum:  28.06.1996

Kategorie:  Rock

  

  

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Tour: Outside Festival

 

Interpret / Band:  Instant Karma

Location:  Peissnitzinsel, Halle/Saale

Datum:  28.06.1996

Kategorie:  Rock

  

  

Kommentar
Der Auftritt von Instant Karma war zugleich der Auftakt des Outside-Festivals auf der Peissnitzinsel in Halle. Außer der deutschen Band traten noch die britische Formation Ash, die Rock-Ikone Iggy Pop und natürlich der Headliner David Bowie auf. Wenn Du Näheres zu den anderen Auftritten erfahren möchtest, folge einfach den Links.
 
Instant Karma hatten die ungeliebte Aufgabe übernommen, das Festival zu eröffnen und als erste Band aufzutreten. Die Sonne war noch weit davon entfernt unterzugehen und die Leute im Publikum waren zu Beginn des Auftritts noch in mehr oder weniger "wichtige" Gespräche vertieft. Das änderte sich aber schnell, denn die Band um Frontmann Gordon Ivison verstand es bereits mit den ersten Akkorden die Aufmerksamkeit eines Großteils des Publikums zu gewinnen. Es passiert nicht oft, dass man eine Band überhaupt nicht kennt und sie auf Anhieb klasse findet. Aber bei Instant Karma war das (zumindest was mich betrifft) der Fall. Die drei Ivison Brüder (Gordon: Gitarre & Leadgesang, Tom: Bass & Gesang, Martin: Keyboards & Gesang) und der Drummer Oliver Hövels powerten von Anfang an mächtig los und konnten mit sehr guten Rocksongs und einer soliden Live-Performance absolut überzeugen. Auch die Reaktion des Publikums war trotz der noch relativ frühen Stunde mehr als positiv. Gordon Ivison hat eine sehr charismatische Ausstrahlung und agierte recht gelassen und souverän. Auch bei den anderen drei Bandmitgliedern stimmte so ziemlich alles. Obwohl es für die Band sicher den momentanen Höhepunkt ihrer Karriere darstellte, im Vorprogramm von David Bowie aufzutreten, war den Vieren von Nervosität nichts anzumerken.
 
Zum Set gehörten zahlreiche Songs ihres letzten Albums ?Grammy?. Das kannte ich zwar damals noch nicht, aber da ich es mir wenige Tage nach dem Konzert kaufte, bin ich mir dessen ziemlich sicher. Obwohl ?Grammy? meiner Meinung nach ein sehr gelungenes Rock-Album ist, das ich mir auch heute noch sehr häufig anhöre, löste sich die Band offensichtlich wenige Monate nach der Veröffentlichung auf. Selbst über das Internet ist es mir bisher nicht gelungen herauszufinden, was aus diesen vier begnadeten Musikern geworden ist. Letztes Lebenszeichen war ein Video des Tracks ?Silver Whale? (ebenfalls von der CD "Grammy"), das ich zufällig mal auf MTV sah. Vielleicht weiß ja jemand von Euch, was aus der Band geworden ist?
 
Instant Karma gaben noch eine Zugabe und mussten dann, um den Zeitplan nicht durcheinander zu bringen, das Feld räumen. Das begeisterte Publikum hätte gern noch mehr gehört, aber so ist halt das Schicksal einer Vorgruppe...
 
Nachtrag, 21.01.2012:
Vor wenigen Tagen, also über 15 Jahre nach dem Konzert, erhielt ich völlig überraschend eine Mail von Tom Ivison, in der er mir vom Schicksal seiner ehemaligen Band berichtete. Instant Karma nahmen 1998 auf Malta noch eine CD auf, die jedoch nicht veröffentlicht wurde, da die Plattenfirma kalte Füße wegen des ausbleibenden Erfolges bekommen hatte. Obwohl der Name "Lost Album" Schlimmes vermuten lässt, gibt es die Aufnahmen noch (siehe unten). Nachdem ihre alte Plattenfirma sie fallengelassen hatte, fanden die vier Musiker kein passendes Label mehr und entschlossen sich, die Band aufzulösen (zwei wollten weitermachen, zwei nicht). Zwischen 2000 und 2002 spielte die Band zwar noch einige wenige Gigs, aber dann war Schluss.
 
Leider war das nicht die einzige betrübliche Geschichte, die Tom zu berichten hatte. Im Juni 2010 vertstarb auf tragische Weise sein Bruder Gordon, Leadsänger und Gitarrist der Band, an Krebs. Alle vermissen ihn sehr und können es noch immer nicht glauben. Zur Erinnerung an ihn und für diejenigen, die Instant Karma in all den Jahren nicht vergessen haben, haben seine Brüder Martin und Tom die Band-Website www.instantkarma.de ins Leben gerufen. Hier finden sich, neben dem oben erwähnten "Lost Album", alle Songs der zuvor veröffentlichten Alben, zahlreiche Bonus-Tracks und diverse Videos zum Anhören und Ansehen. Die lebensfrohe, überschwängliche Art von Gordon Ivison kommt im Video "Making of Silver Whale" besonders gut zum Ausdruck und macht ihn unvergessen.