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Tipp aus der MusikZone
Waters, Roger: In The Flesh - 3 Disc Limited Edition (Disc 3 - DVD)
- Kommentar
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Roger Waters Verdienste, die in der Vergangenheit zum Erfolg der Band Pink Floyd führten, sind unbestritten. Gern hätte er, als es zum Split der Band kam, diesen (Marken)Namen für sich beansprucht. Ein britisches Gericht sah das jedoch anders und sprach seinen einstigen Weggefährten David Gilmour, Nick Mason und Richard Wright das Recht zu, den Bandnamen Pink Floyd weiterzuführen. Eine richtige Entscheidung, wie ich finde.
Entweder mag man Roger Waters oder man mag ihn nicht. Ich tendiere eher zum "nicht mögen", denn sein pathetisches Bühnengehabe geht manchmal ganz schön auf die Nerven. Außerdem lässt er sich bei seinen Live-Auftritten in der Regel von zahlreichen Gastmusikern begleiten, so dass sich unweigerlich die Frage aufdrängt, ob er damit nicht vielleicht nur das eigene musikalische Unvermögen überdecken möchte. Wozu dieser ganze Aufwand? Früher haben die vier Floyds schließlich auch ihr gesamtes Repertoire allein auf der Bühne präsentiert. Sind wirklich mehrere Gitarristen von Nöten, um einen David Gilmour zu ersetzen? Scheinbar ja.
Trotz aller Kritik muss man aber einräumen, dass Roger Waters für seine Musik lebt und in ihr aufgeht. Das spürt man besonders bei Live-Konzerten wie diesem. Die Show ist straff durchorganisiert und professionell in Szene gesetzt. Die Musiker liefern allesamt eine ordentliche Leistung ab, aber wirken dabei in keinem einzigen Moment wie eine richtige Band. Die Atmosphäre ist eher kühl und steril. Jeder macht halt das, wofür er engagiert wurde. Wer diese DVD gekauft hat oder vielleicht sogar bei einem der Konzerte dabei war, erhielt einen fairen Gegenwert für sein Geld. Aber da vor auf der Bühne steht eben nur Roger Waters. Wer Pink Floyd sehen möchte, muss woanders suchen.
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